Die Risiken für Vattenfalls Braunkohlegeschäft

Der schwedische Energiekonzern will seine Braunkohle-Tagebaue und -Kraftwerke in Ostdeutschland verkaufen. Eine Umweltorganisation listet nun eine ganze Reihe von politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken auf, mit denen sich ein möglicher Käufer auseinandersetzen muss.

Neue Konzepte für ungenutzte biogene Reststoffe

In Deutschland könnten deutlich größere Mengen Stroh, Gülle und Holzreste stofflich oder energetisch genutzt werden, wenn es geeignete Konzepte und Lösungen gäbe. Sie werden unter anderem mit Hilfe des Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“ entwickelt, das nun nach einer bundespolitischen Pause weitergeführt wird.

In Barby ist die vierte Biomethan-Anlage der Region in Betrieb gegangen, an der das Mannheimer Unternehmen MVV Energie beteiligt ist. Weitere drei Anlagen arbeiten bereits in Staßfurt, Klein Wanzleben und Kroppenstedt.

Polen und Litauen arbeiten an einem Leitungsprojekt, das ihre nationalen Erdgas-Systeme erstmals miteinander verbinden soll. Es kann auch den östlichen Nachbarländern Lettland und Estland dabei helfen, neue Lieferquellen zu erschließen und die Versorgungssicherheit zu verbessern.

Die Umweltorganisation fordert, mehr alte Kohlekraftwerke abzuschalten und nimmt dabei das älteste deutsche Braunkohlekraftwerk ins Visier. Dabei ist nur wenig bekannt über den spezifischen Kohlendioxid-Ausstoß, mit dem es Strom, Dampf und Fernwärme produziert.

Weniger Kohlendioxid aus dem Kraftwerk Jänschwalde

In dem Brandenburger Braunkohle-Großkraftwerk sollen ab Oktober 2018 zwei von sechs 500-Megawatt-Blöcken in die sogenannte Sicherheitsbereitschaft übergehen. Die Emissionsminderung, die damit verbunden ist, wird offenbar bei Vattenfall und im Bundes-Wirtschaftsministerium unterschiedlich berechnet.

EnBW löst EWE als VNG-Mehrheitsaktionär ab

Durch einen Beteiligungstausch kann der Stuttgarter Energiekonzern die Aktienmehrheit an Verbundnetz Gas erwerben, die bisher vom Oldenburger Regionalversorger EWE gehalten wird. Der Einfluss der ostdeutschen Kommunen bei dem Leipziger Erdgashändler bleibt wegen des Streits um das Erfurter Aktienpaket weiterhin gefährdet.

Der Braunkohleförderer hatte das niedersächsische Kraftwerk erst vor zwei Jahren erworben, um dort mehr Brennstoff aus seinen weit entfernten Tagebauen verwerten zu können. Nun soll es in eine Sicherheitsbereitschaft übergehen, die von den Stromkunden bezahlt wird.

Nach dem erneuten sommerlichen Kauf- und Lieferstopp von Naftogas und Gasprom hat die Europäische Kommission wieder ein „Winterpaket“ vermittelt. Danach kann die Ukraine in den nächsten Monaten russisches Erdgas zu marktüblichen Preisen kaufen und gewährleistet den Transport von Transitmengen nach Mittel- und Westeuropa.

Sachsen hat noch Luft für mehr Windstrom

Beim Ausbau der sächsischen Windkraft scheint die Stagnation der vergangenen Jahre zunächst überwunden zu sein. Doch die bisher wirksame „Verhinderungspolitik“ bremst die Branche offenbar weiterhin.

Der europaweit größte Batterie-Stromspeicher im Brandenburger Ort Feldheim sollte eigentlich schon zum Jahresende 2014 in Betrieb gehen. Doch bei einem solchen Pilotprojekt kann es aus diversen Gründen zu Abweichungen von den ursprünglichen Zeitplänen kommen.

Anwohner, die von Windparks profitieren

In Mecklenburg-Vorpommern sollen sich Anwohner künftig mit bis zu 20 Prozent an Windparks beteiligen können. Alternativ können die Projektträger den Gemeinden auch eine jährliche Ausgleichsabgabe oder eine anteilige Gewinnübertragung auf örtliche Banken-Sparprodukte anbieten.

Vor einem Jahr hatte der Westmecklenburger Regionalversorger Wemag einen Batterie-Großspeicher in Betrieb genommen, um die schwankende Einspeisung von Solar- und Windstrom auszugleichen. Seine bisherigen wirtschaftlichen Ergebnisse liegen weit über den ursprünglichen Erwartungen und können sogar noch besser werden.

Das Braunkohle-Großkraftwerk Lippendorf bringt noch Gewinn

Der Geschäftsbericht für den Lippendorfer Kraftwerksblock S ermöglicht begrenzte Einblicke in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des fossilen Stromerzeugers. Danach ist anzunehmen, dass der Eigentümer EnBW den Strom, der hier im Jahr 2014 erzeugt wurde, noch mit Gewinn verkaufen konnte.

Ökostrom-Spitzenkappung senkt Verteilnetz-Ausbaukosten

Die deutschen Strom-Verteilnetze müssen ausgebaut werden, damit sie die wachsenden Mengen von dezentral produziertem Solar- und Windstrom transportieren können. Die hohen Ausbaukosten lassen sich möglicherweise durch steuernde Mechanismen deutlich senken.

Gut ausgelastete Anlagen, effizientere Prozesse und gesunkene Preise für Agrar-Rohstoffe haben sich günstig auf die Geschäfte des Herstellers von Biodiesel, Bioethanol und Biomethan ausgewirkt. Die Aktionäre sollen nun erstmals eine Dividende erhalten.