Keine Rechtssicherheit für die Südwest-Kuppelleitung

Wann die Verfassungsbeschwerde gegen die Starkstromleitung durch Thüringen entschieden wird, ist noch nicht absehbar. Der Widerstand der Leitungsgegner lässt bereits erahnen, dass auch der Bau anderer geplanter Stromtrassen schwieriger und langwieriger wird als gedacht.

Netzausbau-Plan für Ökostrom in Ostdeutschland

Die ostdeutschen Hochspannungsnetze müssen in den nächsten Jahren stark ausgebaut werden, um die wachsenden Strommengen aus erneuerbaren Energien zu transportieren. Allein der regionale Netzbetreiber Mitnetz beziffert die dafür nötigen Investitionen auf 500 Millionen Euro.

Die Erdgas-Pipeline Vojany-Ushgorod war einmal gebaut worden, um russisches Erdgas aus ukrainischen Transitleitungen in die Slowakei zu liefern. Dafür wurde sie nie genutzt, und jetzt dient sie dem Transport in umgekehrter Richtung.

Eine neue, grenzüberschreitende Pipeline soll es Litauen ermöglichen, Erdgas über das polnische Ferngasleitungs-Netz zu beziehen. Die beteiligten Netzbetreiber wollen dieses Projekt zu einem großen Teil mit Fördergeldern der Europäischen Union finanzieren.

Mit seiner Pilotanlage in Brandenburg produziert der Energiekonzern seit einem Jahr Wasserstoff aus Windstrom und vermarktet den Energieträger über das Erdgasnetz. Die dabei gesammelten Erfahrungen nutzt er nun schon für den Bau einer weiterentwickelten Pilotanlage in Hamburg.

Mibrags Sicht auf Strukturwandel und Gesellschafter

Der Betriebsrat des Bergbauunternehmens rechnet mit einem drastischen Strukturwandel, sobald erneuerbare Energien ausreichend und wirtschaftlich gespeichert werden können. Geschäftsführung und Aufsichtsrat sehen auch danach noch eine Zukunft für die Braunkohleförderung.

Große Transportpläne für Mibrags Braunkohle

Das Bergbauunternehmen transportiert zunehmend Braunkohle über längere Strecken nach Tschechien und Niedersachsen. Fragen zum damit verbundenen wirtschaftlichen Aufwand und Kohlendioxid-Ausstoß beantwortet es nicht.

EP Energy, die tschechische Muttergesellschaft des ostdeutschen Braunkohleförderers Mibrag, verbuchte zuletzt einen Gewinnrückgang. Doch die Jahresergebnisse des von Finanzinvestoren aufgebauten Energiekonzerns sind eigentlich schwer miteinander zu vergleichen.

MVV Energie betreibt bereits zwei Biomethan-Anlagen in Klein Wanzleben und Kroppenstedt. In Staßfurt baut das Unternehmen nun seine dritte Anlage in Sachsen-Anhalt.

Die Ferngasleitung 02 vom brandenburgischen Lauchhammer ins sächsische Oberhermsdorf ist bereits seit Ende der 50er Jahre in Betrieb. Nach ihrer Modernisierung will sie der Netzbetreiber Ontras ferngesteuert betreiben können.

EWE meldet sich als VNG-Mehrheitsaktionär an

Der Oldenburger Energiekonzern braucht noch die Zustimmung der Kartellbehörden, um die alleinige Kontrolle über den Leipziger Erdgas-Handelskonzern Verbundnetz Gas übernehmen zu können. Wie lange EWE seine Aktienmehrheit hält, hängt offenbar von den derzeitigen Verhandlungen mit den VNG-Minderheitsaktionären ab.

Kritik an Schieflage bei Stromnetz-Entgelten

Der starke Ausbau erneuerbarer Energien in Ostdeutschland ist eine Ursache dafür, dass die Netzentgelte hier höher sind als in anderen deutschen Regionen. Tamara Zieschang, Wirtschafts-Staatssekretärin in Sachsen-Anhalt, setzt sich daher für eine bundesweite Wälzung der Netzlasten ein.

Mit einem Zukauf konnte Verbundnetz Gas seine tägliche Förderung von Erdöl und Erdgas in Skandinavien auf 4.000 Fass Öläquivalent ausbauen. Dabei entfällt der weitaus überwiegende Teil auf Rohöl der Brent-Qualität.

Gasprom stellt Naftogas auf Vorkasse um

Im aktuellen russisch-ukrainischen Gasstreit hat der russische Energiekonzern Gasprom angekündigt, den ukrainischen Gasversorger Naftogas ab sofort nur noch gegen Vorkasse zu beliefern. Beide Unternehmen machen vor einem Internationalen Schiedsgericht gegenseitig hohe Forderungen geltend.

EEX-Sorge um ungehinderten Strom-Börsenhandel

Eine mögliche Aufspaltung der deutsch-österreichischen Preiszone könnte unabsehbare Risiken für den Strommarkt bergen, warnt der Börsenrat der European Energy Exchange. Zu den Regulierungsbehörden, die derzeit einen solchen Schritt erwägen, gehört die Bundesnetzagentur.

Netzentgelt-Ausgleich könnte Stromkunden entlasten

Die regionalen Unterschiede bei Stromnetz-Entgelten werden sich in den nächsten Jahren durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Bevölkerungsentwicklung weiter verstärken. Ein möglicher Weg, Standortnachteile für die betroffenen Regionen zu vermeiden, ist ein bundesweites solidarisches Umlagemodell für Netzkosten.