Der Dekarbonisierung der Gaswirtschaft ins Auge blicken

Ergänzt. Verbundnetz Gas würde gern mit fossilem Erdgas eine Brücke in ein erneuerbares Energiesystem bauen und es allmählich durch grüne Gase ersetzen. Ein Verbot fossiler Heizungen, das in einem Entwurf des Klimaschutzplans enthalten gewesen sein soll, wäre bei dieser Strategie wohl ein Hindernis. Doch ganz so schlimm scheint es nicht zu kommen.

Ein Kohleausstieg braucht einen reformierten Emissionshandel

Ein deutscher Ausstieg aus der Kohleverstromung könnte dazu führen, dass in anderen Ländern mehr Kohlestrom produziert und so der Kohlendioxid-Ausstoß nur dorthin verlagert wird. Um dies zu vermeiden, müsste der europäische Emissionshandel reformiert werden.

Der Braunkohle-Übernehmer EPH wächst kräftig

Energetický a průmyslový holding hat im vergangenen Geschäftsjahr 2015 seinen Umsatz und Ebitda-Gewinn kräftig gesteigert. Nähere Informationen dazu will der tschechische Konzern, der wohl demnächst Vattenfalls Braunkohlegeschäft übernehmen kann, in einigen Tagen veröffentlichen.

Ergänzt. Die Wirtschaftsministerien von Brandenburg und Sachsen sehen keinen Grund zur Besorgnis darin, dass Vattenfall sein Braunkohlegeschäft an undurchsichtige Finanzinvestoren übergibt. Dabei liegen die hohen Kostenrisiken für die öffentlichen Haushalte auf der Hand.

Stadtwerke Leipzig halten den Gewinn konstant

Das wetterabhängige Kerngeschäft des kommunalen Energieversorgers war 2015 wieder etwas ertragreicher. Die früheren Finanzabenteuer der Schwestergesellschaft Wasserwerke sind noch nicht endgültig bewältigt und bergen weiter ein hohes Risiko.

Nach zehn Jahren Planungs- und Genehmigungszeit hat der Projektentwickler WSB mit dem Bau von sechs Windrädern in der Nordthüringer Gemeinde begonnen. Im Frühjahr 2017 sollen sie Strom liefern. 

Kritik am „Diskursversagen“ der Energiepolitik

Falsche Argumente in der öffentlichen Diskussion haben nach Meinung des Wirtschaftsethikers Ingo Pies zu energiewirtschaftlichen Fehlanreizen geführt. Der starke Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland bewirke daher keine Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes, sondern nur eine Verlagerung.

Projektideen für den Braunkohle-Tagebau Profen

Bei der Rekultivierung des Tagebaus Profen wollen Mibrag und Getec in den nächsten 20 Jahren einen Energiepark mit Solar- und Windparks, Stromspeichern und Öko-Heizwerken aufbauen. Zu den Projektideen gehört auch die stoffliche Verwertung von Braunkohle.

Chinesische Partner für die Käufer der ostdeutschen Braunkohle

Ergänzt. Über die tschechische Holding EPH kontrolliert die tschechisch-slowakische Finanzinvestoren-Gruppe JTFG den ostdeutschen Braunkohleförderer Mibrag und gehört zu den Käufern von Vattenfalls Braunkohlegeschäft. Nun hat JTFG strategische Partnerschaften mit einem Großunternehmen und zwei Banken aus China vereinbart.

Der schwedische Energiekonzern will sein ostdeutsches Braunkohlegeschäft an ein Konsortium verkaufen, an dem eine undurchsichtige Investmentfirma mit Sitz auf der Kanalinsel und Steueroase Jersey beteiligt ist. Doch erstaunlicherweise war diese Firma keiner Erwähnung wert, als das Käuferkonsortium auf die Einhaltung von Regeln überprüft wurde.

EEX übertrifft sich selbst

Der Energiebörsen-Konzern hat sein Geschäft im vergangenen Jahr durch mehrere Übernahmen stark ausgebaut. Aber auch ohne diese Effekte hätte er kräftig zugelegt.

Vattenfall übergibt sein Braunkohlegeschäft an Finanzinvestoren

Ergänzt-3. Die ostdeutschen Kraftwerke und Tagebaue des schwedischen Energiekonzerns gehen an ein Konsortium, hinter dem tschechische und slowakische Finanzinvestoren stehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein unauffälliger Vermögensverwalter, der seine Geschäfte über die britische Kanalinsel und Steueroase Jersey abwickelt.

Stürmisches Wachstum der Ökostrom-Einspeisung

Im Gebiet des regionalen Verteilnetzbetreibers Mitnetz Strom ist die Menge des eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr 2015 deutlich stärker gewachsen als die installierte Leistung. Um das Netz stabil halten zu können, muss er immer öfter Ökokraftwerke abregeln.

Im Juli 2015 hatte es das Bundes-Verfassungsgericht abgelehnt, eine Verfassungsbeschwerde der Thüringer Leitungsgegner zur Entscheidung anzunehmen. Danach hätten sie sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden können, doch der Aufwand dafür erschien ihnen im Vergleich zum möglichen Nutzen als zu hoch.

Der Beirat der ostdeutschen Wasserstoff-Forschungsinitiative hat dem Bundes-Forschungsministerium acht neue Projekte zur Förderung empfohlen. Sie könnten bis zur Jahresmitte an den Start gehen.

Extremer Gewinn-Umschwung bei Verbundnetz Gas

Der Erdgaskonzern erklärt seine roten Zahlen mit einem schwierigen Marktumfeld und hohen außerplanmäßigen Abschreibungen. Für die Muttergesellschaft legte er bei der Bilanz-Pressekonferenz erstmals keinen Geschäftsbericht mehr vor.