Hintergrund-Berichte zu Braunkohle


Braunkohle ist in Ostdeutschland und in vielen anderen Regionen Mittel- und Osteuropas traditionell ein wichtiger heimischer Energieträger. In Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird er in Tagebauen abgebaut und meist in grubennahen Großkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Außerdem dient er, mitunter aufbereitet zu Braunkohlestaub, in städtischen und industriellen Heizkraftwerken und Heizwerken zur Strom- und Wärmeversorgung.

Braunkohle kann in sogenannten Polygenerations-Anlagen genutzt werden, um neben Strom und Wärme auch synthetische Energieträger und Vorprodukte
für die Chemieindustrie zu produzieren. Diese Technik wurde in Deutschland entwickelt, wird aber bisher nur im Ausland angewendet. 

Die Förderung von Braunkohle ist mit starken Eingriffen in die Landschaft und mit Heimatverlusten für die regionale Bevölkerung verbunden. Mitunter geraten auch überregional bedeutsame Kulturstätten in Gefahr. Außerdem werden vor allem bei der Stromproduktion in Großkraftwerken große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid und des giftigen Schwermetalls Quecksilber freigesetzt.

Da Rohbraunkohle einen vergleichsweise geringen Energieinhalt hat und zur Hälfte aus Wasser
besteht, gilt ihr Transport über größere Entfernungen als unwirtschaftlich und umweltschädlich. Dennoch werden neuerdings wieder Langstrecken-Transporte praktiziert.

  • Braunkohlekraftwerke sollen flexibler werden

    Die Energiewende hat die Stromerzeugung aus Braunkohle zuletzt befördert, weil die Leistung aus stillgelegten Kernkraftwerken zu ersetzen war. Um sich als „Partner der erneuerbaren Energien“ profilieren zu können, müssen sich die schwerfälligen Grundlast-Kraftwerke besser als bisher an die schwankende Einspeisung von Solar- und Windstrom anpassen. 07/2012

  • Braunkohlewirtschaft braucht Lösungen für Kohlendioxid

    Den Braunkohleverstromern RWE und Vattenfall reicht der Kompromiss beim CCS-Gesetz nicht aus, um größere Projekte für die Abtrennung und Speicherung von CO2 umzusetzen. Die Fortschritte beim Wirkungsgrad der Braunkohlekraftwerke bleiben begrenzt, solange die Abwärme nicht besser genutzt wird. 08/2012

  • Solarstrom und Windkraft am Braunkohle-Standort Amsdorf

    Der Braunkohleveredler Romonta hat mit seinen eigenen Tagebauen die Landschaft um Amsdorf bei Halle geprägt. Jetzt sorgt er dafür, dass auf den früheren Bergbauflächen zunehmend Anlagen für die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen entstehen. 23/05/2012

  • Biomasse, Wind und Sonne überflügeln die Braunkohle

    Biomasse, Wind und Sonne überflügeln die Braunkohle

    Die Erneuerbaren sind in Sachsen-Anhalt zur wichtigsten einheimischen Energiequelle geworden. Der offizielle Energiebericht des Landes beziffert ihren Anteil an der Primärenergie-Gewinnung mit knapp 50 Prozent. 17/08/2011