Hintergrund-Berichte zu Braunkohle


Braunkohle ist in Ostdeutschland und in vielen anderen Regionen Mittel- und Osteuropas traditionell ein wichtiger heimischer Energieträger. In Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird er in Tagebauen abgebaut und meist in grubennahen Großkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Außerdem dient er, mitunter aufbereitet zu Braunkohlestaub, in städtischen und industriellen Heizkraftwerken und Heizwerken zur Strom- und Wärmeversorgung.

Braunkohle kann in sogenannten Polygenerations-Anlagen genutzt werden, um neben Strom und Wärme auch synthetische Energieträger und Vorprodukte
für die Chemieindustrie zu produzieren. Diese Technik wurde in Deutschland entwickelt, wird aber bisher nur im Ausland angewendet. 

Die Förderung von Braunkohle ist mit starken Eingriffen in die Landschaft und mit Heimatverlusten für die regionale Bevölkerung verbunden. Mitunter geraten auch überregional bedeutsame Kulturstätten in Gefahr. Außerdem werden vor allem bei der Stromproduktion in Großkraftwerken große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid und des giftigen Schwermetalls Quecksilber freigesetzt.

Da Rohbraunkohle einen vergleichsweise geringen Energieinhalt hat und zur Hälfte aus Wasser
besteht, gilt ihr Transport über größere Entfernungen als unwirtschaftlich und umweltschädlich. Dennoch werden neuerdings wieder Langstrecken-Transporte praktiziert.

  • Vattenfalls Rekultivierungsgelder und Leags Barmittel

    Kraftwerk Lippendorf 12 2018 klein 2

    Der schwedische Konzern hatte vor vier Jahren seine Lausitzer Braunkohlegesellschaften mitsamt der Verantwortung für die Tagebau-Rekultivierung abgegeben. Zur Finanzierung der Rekultivierung kündigte er eine Großüberweisung an. Doch bisher ist für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar, ob und wie dieses Geld tatsächlich geflossen ist.

  • Vattenfalls Rekultivierungsgelder flossen in Leags Margining

    Jaenschwalde klein

    Seit Jahren ist nicht nachvollziehbar, ob und wie der schwedische Energiekonzern 700 Millionen Euro angekündigte Rekultivierungsgelder auf die Lausitzer Konten überwiesen hat. Dabei rückt die Tagebau-Rekultivierung selbst immer näher: In Brandenburg endet die Braunkohleförderung schon im Jahr 2033.

    
  • EPH übernimmt das Braunkohle-Kraftwerk Schkopau ganz

    Kraftwerk Schkopau 2013 klein

    Dem tschechisch-luxemburgischen Konzern gehört bereits ein Minderheits-Anteil des Kraftwerks und der Braunkohle-Tagebau Profen, der den Brennstoff liefert. Nun kauft EPH von Uniper auch den Mehrheitsanteil des Kraftwerks.

  • Mibrags Gewinne und Rekultivierungsgelder

    Tagebau Profen 052016 klein

    Das Braunkohleunternehmen hat im zweiten Jahr nacheinander wieder einen satten Gewinn erwirtschaftet. Die Rückstellungen für die Tagebau-Rekultivierung sind weiter gewachsen, blieben allerdings noch unter dem früher schon erreichten Niveau.

  • Bei Mibrag kommt die Tagebau-Rekultivierung stärker in den Blick

    Schleenhain Lippendorf klein

    Der gewinnträchtige Braunkohleförderer hat zuletzt wieder deutlich mehr Rückstellungen für die Rekultivierung seiner Tagebauflächen gebildet. Inzwischen zeichnet sich ab, wie groß diese Aufgabe nach dem Ende des aktiven Bergbaus sein wird.

    
  • Kohleausstiegs-Gesetz mit Wasserbett-Effekt

    KW Lippendorf 052019 klein

    Die Bundesregierung arbeitet an einem Gesetz für den Kohleausstieg. Zeitungsberichten zufolge sieht der Entwurf zwar vor, weitere Kohlekraftwerke stillzulegen. Ob auch die zugehörigen Emissionszertifikate gelöscht werden, soll aber wohl offenbleiben.

  • Leipziger Braunkohle-Ausstieg bei Fernwärme bis 2022

    Fernwärme Übergabestation klein

    Die Stadtwerke Leipzig wollen die Wärmelieferungen aus dem Braunkohle-Kraftwerk Lippendorf vollständig ersetzen. Dazu investieren sie 300 Millionen Euro in eigene Wärmeerzeuger und -speicher.

  • Auf den Spuren von Vattenfalls Leag-Milliarde

    KW Lippendorf mit Kirche und Strommasten 2017 a klein

    Beim Eigentümerwechsel für die Lausitzer Braunkohlegesellschaften hatte der schwedische Energiekonzern Vattenfall angekündigt, sie mit umfangreichen Barmitteln auszustatten. Doch in ihren Jahresabschlüssen ist seitdem nur ein Teil dieses Geldes sichtbar geworden.

    
  • Weiter wenig Geld auf den Lausitzer Braunkohlekonten

    KW Lippendorf mit Kirche 2017 a klein

    Als Vattenfall im Jahr 2016 seine Braunkohlegesellschaften abgab, kündigte der schwedische Konzern eine umfangreiche Finanzausstattung für sie an. Doch in den Jahresabschlüssen der Bergbau- und Kraftwerksgesellschaften ist bisher davon relativ wenig zu finden.

  • Mibrag machte anno 2017 wieder Gewinn

    Schleenhain Tagebauschild klein

    Mehr Braunkohle-Absatz und höhere Kohlepreise beförderten das Geschäft. Bei der zuletzt verlustreichen Tochter HSR ermöglichten die Einnahmen aus der Sicherheitsbereitschaft für das ausgediente Kraftwerk Buschhaus schwarze Zahlen.

  • Mibrag muss mehr Rekultivierungsgeld zurücklegen

    Mibrag Schleenhain Bagger klein

    In seinem traditionell spät veröffentlichten Jahresabschluss berichtet der Braunkohleförderer für 2017 wieder über einen deutlichen Gewinn, obwohl er unerwartet hohe Rekultivierungs-Rückstellungen bilden musste. Die Helmstedter Tochtergesellschaft, die Einnahmen aus der Sicherheitsbereitschaft für alte Braunkohlekraftwerke erhält, hat diesmal keinen eigenen Jahresabschluss erstellt.

    
  • Mibrag muss mehr Rekultivierungsgeld zurücklegen

    In seinem traditionell spät veröffentlichten Jahresabschluss berichtet der Braunkohleförderer für 2017 wieder über einen deutlichen Gewinn, obwohl er unerwartet hohe Rekultivierungs-Rückstellungen bilden musste. Die Helmstedter Tochtergesellschaft, die Einnahmen aus der Sicherheitsbereitschaft für alte Braunkohlekraftwerke erhält, hat diesmal keinen eigenen Jahresabschluss erstellt.

    
  • Die verschlungenen Wege der neuen Mibrag-Gesellschafter

    Schleehain Bagger klein

    Das ostdeutsche Braunkohleunternehmen Mibrag wurde im Jahr 2009 an tschechische und slowakische Finanzinvestoren verkauft. Sie banden das Zeitzer Unternehmen in ein weit gespanntes, schwer durchschaubares Netzwerk von Holdinggesellschaften um den neu geschaffenen Konzern EPH ein, das von Steueroasen geprägt war. In diesen zunächst sehr undurchsichtigen Strukturen hat sich der Nebel inzwischen etwas gelichtet.

     

    Der ausführliche Premium-Bericht gibt einen Überblick darüber, wie sich die Gesellschafterstrukturen von Mibrag und EPH seit 2009 entwickelt haben.

    
  • Mibrags Mutterkonzern EPH gehört Křetínský nun fast allein

    Mibrag Schleenhain klein

    Der tschechische Energie- und Industriekonzern hat bisherige Mitaktionäre ausgezahlt. Damit ist Daniel Křetínský nun nahezu zum Alleinaktionär des Konzerns aufgestiegen, der für die ostdeutsche Braunkohle eine entscheidende Bedeutung hat.

  • Leag will weiter Fernwärme aus Braunkohle nach Leipzig liefern

    KW Lippendorf 20122018 klein

    Der Betreiber des Großkraftwerks Lippendorf zeigt sich bereit, die Liefermengen abzusenken und andere Energieträger in die Fernwärme-Produktion einzubeziehen. Ob die vom Kohleabbau bedrohten Gemeinden Pödelwitz und Obertitz erhalten werden können, berücksichtigt er in seinen Überlegungen bisher nicht.

  • Leipzig plant den Braunkohle-Ausstieg bei Fernwärme

    KW Lippendorf 092017 2 klein

    Die Stadtwerke beziehen derzeit 60 Prozent ihrer Fernwärme aus dem Braunkohle-Großkraftwerk Lippendorf. Um diese Lieferungen schrittweise ablösen zu können, wollen sie die eigene Wärmeerzeugung durch Erdgas und erneuerbare Energiequellen ausbauen.

  • Wasserbett-Effekt für abgeschaltete Braunkohle-Kraftwerke

    Jaenschwalde klein

    Die Reform des Emissionshandels soll einen Mangel des europäischen Klimaschutzes beheben. Sie wird sich aber nicht mehr auf die bisherige Sicherheitsbereitschaft für Braunkohle-Kraftwerke auswirken. Weitere Stilllegungen sehen die Betreiber skeptisch.

    
  • Der Klimaschutz-Denkfehler bei Braunkohle-Kraftwerken

    Jaenschwalde klein

    Die Sicherheitsbereitschaft für Braunkohle-Kraftwerke kostet die Stromkunden viel Geld, ihr Nutzen für den Klimaschutz ist aber sehr fraglich. Bei künftigen Kraftwerksstilllegungen könnte der Fehler behoben werden.

  • Auch Greenpeace sieht zu wenig Vattenfall-Geld bei Leag

    Die Umweltschutz-Organisation hat eine Wirtschaftskanzlei prüfen lassen, ob Vattenfall seine Zusagen für eine Barmittel-Ausstattung der Lausitzer Braunkohle-Gesellschaften eingehalten hat. Dabei blieb immer noch ein großer Teil der Milliardensumme unsichtbar.

  • Gewerkschaften wollen die Strompreise stabilisieren

    Energiemix Lippendorf klein

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund schlägt vor, die Stromsteuer zu streichen und die EEG-Umlage zu entlasten. Die Energiewende sieht er als Innovationsprojekt, bei dem gute, tarifgebundene Arbeitsplätze entstehen sollen.