Die Stadtwerke Leipzig geben günstigere Einkaufspreise bei Strom und Gas spürbar an ihre Kunden in der Grundversorgung weiter. Bei der Fernwärme soll es dagegen nur eine leichte Entlastung geben.
Bei den Stadtwerken Leipzig sollen zum Jahresanfang 2026 die Preise in der Grundversorgung mit Strom und Gas sinken. Auch das Laden von Elektroautos wird etwas günstiger. Der Preis für Fernwärme bleibe stabil, teilte der städtische Energieversorger mit. „Die positiven Entwicklungen an den Beschaffungsmärkten geben wir direkt an unsere Kunden weiter‟, hieß es in einer Mitteilung. Damit ist gemeint, dass die Stadtwerke inzwischen günstiger Strom und Gas im Großhandel einkaufen können als noch vor einigen Monaten und Jahren. Das wirkt sich vor allem auf niedrigere Arbeitspreise für Strom und Gas aus. Andererseits steigen die Grundpreise stark an. Auf das Gesamtjahr gerechnet ergeben sich dennoch für die weitaus meisten Kundinnen und Kunden spürbare Entlastungen. So steigt im Grundversorgungs-Tarif „L-Strom.basis‟ der Jahres-Grundpreis stark auf 211 Euro. Der Arbeitspreis sinkt auf 30,86 Cent pro Kilowattstunde. Auf das ganze Jahr gerechnet, würde ein Leipziger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 1.800 kWh immer noch 52 Euro sparen. Dass sie den Grundpreis bei diesem Stromtarif um 27 Euro anheben, begründen die Stadtwerke zum einen mit höheren Kosten für moderne Stromzähler, die sie nun auch an ihre Kunden weitergeben müssten. Zum anderen verweisen sie darauf, dass ihre Ausgaben für Informationstechnik, Abrechnung und Kundenservice gestiegen sind. Ein ähnliches Bild ergibt sich im Grundversorgungs-Tarif „L-Gas.basis‟. Auch hier steigt der Jahres-Grundpreis stark und erreicht 178 Euro. Der Arbeitspreis sinkt allerdings auch deutlich auf 11,60 Ct/kWh. Für die weitaus meisten Kundinnen und Kunden dürfte es dabei insgesamt günstiger werden. So haben die Stadtwerke für einen typischen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 14.000 kWh eine jährliche Ersparnis von 189 Euro errechnet. Dass der Grundpreis bei diesem Gastarif um 40 Euro steigt, erklären die Stadtwerke auf Nachfrage damit, dass im Gasnetz höhere Grundkosten anfallen: „Die Erhöhung bei den Netzen kommt dadurch zustande, dass weniger Verbräuche zu verzeichnen sind, aber die Kosten für den Betrieb des Netzes dennoch aufgebracht werden müssen und entsprechend umgelegt werden..“ „L-Strom.basis‟ und „L-Gas.basis‟ sind relativ teure Tarife für die Grundversorgung in Leipzig. Damit werden Kunden versorgt, die sich nicht aktiv um andere Angebote bemühen. Daneben bieten die Stadtwerke auch alternative Tarife mit günstigeren Preisen an. In diese Tarife können die Strom- und Gaskunden ebenso wechseln wie in die Angebote von anderen Lieferanten. Während es bei Strom und Gas spürbare Entlastungen gibt, sollen sie bei der Fernwärme deutlich kleiner ausfallen: Für einen durchschnittlichen Mieterhaushalt, der im Jahr 7.500 kWh verbraucht, sollen die Kosten im Produkt „wärme.kompakt‟ um 1,5 Prozent sinken. Nähere Informationen zu den einzelnen Preisbestandteilen haben die Stadtwerke bisher noch nicht veröffentlicht. Auf Nachfrage teilen sie dazu mit: „Die Fernwärmekunden werden Anfang Dezember 2025 per Mailing informiert und zeitgleich erfolgt die Veröffentlichung über unsere Webseite. Die Veröffentlichung im Leipziger Amtsblatt erfolgt am 20.12.2025.“ Beim Ladestrom für das öffentliche Laden von Elektroautos senken die Stadtwerke den Preis zum Jahresanfang 2026 um 5,50 Cent pro Kilowattstunde in allen Preisstufen. Das betrifft den Vorteilspreis, den regulären Preis sowie den Roamingpreis, den die Stadtwerke-Kunden für den Strom an Partner-Ladesäulen zu zahlen haben. So soll ein Ladevorgang für 20 kWh mit dem AC-Vorteilspreis für Wechselstrom der Stadtwerke dann neun Euro kosten. Das sind 1,10 Euro weniger als jetzt.Steigende Grundkosten im Gasnetz
Leichte Entlastung bei Fernwärme
Elektroautos laden günstiger
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