Valueverde erschließt Informationen zu deutschen Energiegenossenschaften, um Mitglieder und Kapital für ihre Projekte zu gewinnen. Sie bauen und betreiben überwiegend Projekte für erneuerbare Energien.
Die EGL Energiegenossenschaft Leipzig hat seit ihrer Gründung vier Solarstrom-Dachprojekte umgesetzt. Sie erzeugen 173.900 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr und sparen damit 114 Tonnen Kohlendioxid ein. Inzwischen planen die Leipziger Energiegenossen eine weitere Solaranlage und ein Windradprojekt. Diese und weitere Informationen lassen sich mit wenigen Klicks auf der Online-Plattform Valueverde.de abrufen. Die EGL hat hier eine eigene Hauptseite, auf der sie sich mit ihren Projekten und Ergebnissen vorstellt. Damit ist sie in guter Gesellschaft von 18 anderen Energiegenossenschaften, die in Sachsen und anderen Bundesländern von Bayern bis Brandenburg beheimatet sind. Sie bauen und betreiben überwiegend Projekte für erneuerbare Energien und erwirtschaften damit stabile Eigenkapital-Renditen. Valueverde hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen zu deutschen Energiegenossenschaften digital zu erschließen, Mitglieder und Kapital für sie zu gewinnen. Wer Mitglied bei einer Energiegenossenschaft werden und ihre Projekte mit dem Kauf von Genossenschaftsanteilen unterstützen will, kann hier auch gleich sein Interesse bekunden. Die Informationen fließen dann weiter an die jeweilige Genossenschaft. „Die Interessenten werden dann auch in aller Regel aufgenommen‟, berichtet Nathanael Meyer, Gründer und Geschäftsführer von Valueverde. Das Leipziger Unternehmen erhält dann von den Genossenschaften eine erfolgsbedingte Dienstleistungsgebühr, mit der es seine Arbeit finanziert. „Wir gewinnen, wenn die Genossenschaft gewinnt‟, erklärt der Geschäftsführer. Es sind oft jüngere Leute, die über die Online-Plattform den Weg zu einer Energiegenossenschaft finden. Und auch ihr Frauenanteil liegt mit 30 Prozent etwas höher, als er in den bestehenden Mitgliedschaften üblich ist. Meyer hält ihn allerdings immer noch für deutlich ausbaufähig. Valueverde steht selbst noch am Anfang seiner Entwicklung. Die Plattform war im März 2025 mit fünf Energiegenossenschaften gestartet und ist inzwischen bei 19 Teilnehmern angekommen. Der Geschäftsführer spricht von insgesamt 1.000 Energiegenossenschaften in Deutschland, von denen er und seine drei Mitstreiter noch möglichst viele für die Plattform gewinnen wollen. Die Plattform selbst wird allmählich auch für Mobiltelefone verfügbar. Es gibt schon eine Handy-Anwendung, die mit den Browsern Chrome und Safari auf Android- und Apple-Geräten heruntergeladen und genutzt werden kann. Spätestens bis zum Jahresende soll sie auch als Standardangebot verfügbar sein.Jünger und weiblicher
Lesen Sie auch: Eine Fläche für das Bürgerwindrad in Leipzig-Südost

