Zopf Energieanlagen hat in Knautnaundorf fünf neue Windräder errichtet. Ein weiterer Ausbau ist geplant. Bei dem „Repowering‟ werden kleinere, ältere Anlagen schrittweise abgebaut.

 

Im Windpark Leipzig-Knautnaundorf werden ältere Windräder durch neue und größere Anlagen ersetzt. Foto: Stefan Schroeter

Im Windpark Leipzig-Knautnaundorf hat die Leipziger Betreiberfirma Zopf Energieanlagen gestern fünf neue Windräder eingeweiht. Die Anlagen des Typs Vestas V136-4.2 im Südwesten von Leipzig verfügen über eine Spitzenleistung (Nennleistung) von insgesamt 21 Megawatt. 

Wie Geschäftsführer Matthias Rieck berichtete, hat Zopf bisher 36 Millionen Euro in die neuen Anlagen investiert, die sich nördlich der Autobahn 38 befinden. Den erzeugten Windstrom speisen sie in die Leitungen von Netz Leipzig ein, wofür eine gesetzlich garantierte Vergütung von 7,3 Cent pro Kilowattstunde ausgezahlt wird. 

Die Gemeinden, die sich im Umkreis von 2,5 Kilometern um die Windräder befinden, werden von Zopf an den Stromerlösen beteiligt. Dabei sollen 0,2 Cent pro Kilowattstunde eingespeisten Stroms ausgezahlt werden.

Bei einem erwarteten Stromertrag von 50 Gigawattstunden pro Jahr können die Kommunen mit jährlichen Zahlungen von insgesamt 100.000 Euro rechnen. Der größte Teil davon geht an Leipzig und Markranstädt, ein kleinerer Teil an Pegau.   

Nördlich der Autobahn will Zopf noch zwei weitere Windräder bauen. Bei einem davon könne der Bau noch im laufenden Jahr 2026 beginnen, sagte Ko-Geschäftsführer Andreas Ahrens. Wann das zweite errichtet werden kann, steht noch nicht fest. Hier müssen noch Fragen der Wirtschaftlichkeit geklärt werden. 

Der Grund dafür ist, dass die garantierten Vergütungen für Windstrom nach dem Erneuerbare Energien Gesetz inzwischen auf 5 Cent/kWh gesunken sind. Damit wird es schwieriger, den wirtschaftlichen Bau und Betrieb einer Windenergie-Anlage zu kalkulieren.

Der Bau der neuen Anlagen im Windpark Knautnaundorf ist ein „Repowering‟-Projekt, bei dem kleinere, ältere Anlagen durch moderne neue Anlagen ersetzt werden. Eine Anlage hat Zopf bereits demontiert. Hier könne der Landwirt wieder Weizen anbauen, sagte Ahrens. 

Eine zweite Altanlage will das Unternehmen demnächst abbauen. Weitere Altanlagen sollen jeweils demontiert werden, wenn die nächsten beiden Neuanlagen in Betrieb gehen.

 

Weitere Ausbaupläne

Bei Knautnaundorf verfolgt das Unternehmen außerdem weitere Ausbaupläne für Standorte, die sich südlich der Autobahn befinden. Hier stehen derzeit zwei ältere Anlagen, die ebenfalls ersetzt werden sollen. 

Ob und wie dieses Projekt umgesetzt werden kann, hängt allerdings noch von den notwendigen Genehmigungen der zuständigen Behörden ab. Zopf-Geschäftsführer Ahrens rechnet schon jetzt damit, dass nicht alle acht geplanten Windräder tatsächlich auch gebaut werden können.

Im Windpark Knautnaundorf liegen auch die Wurzeln der Zopf Energieanlagen GmbH. Hier hatte das damals noch kleine Unternehmen mit fünf Mitarbeitern im Jahr 1996 sein erstes Windrad mit 600 Kilowatt Leistung errichtet. 

Später folgten größere Anlagen in Knautnaundorf und an anderen Standorten. Inzwischen hat das Unternehmen insgesamt 150 Windräder geplant und errichtet. 60 davon betreibt es auch selbst. Heute beschäftigt Zopf mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Leipzig sowie an Standorten in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

 

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