Im Windpark Reinsdorf/Mülsen wird Strom mit zunächst vier neuen Anlagen erzeugt. Die umliegenden Gemeinden und Anwohner werden umfangreich beteiligt.

 

Der Windpark Reinsdorf/Mülsen bei Zwickau. Foto: Stefan Schroeter

Der ostsächsische Energieversorger Sachsenenergie hat am Freitag seinen neuen Windpark Reinsdorf/Mülsen bei Zwickau mit einem Bürgerfest eröffnet. Hier waren bereits im Frühjahr vier Windenergie-Anlagen des Herstellers Vestas mit einer Nennleistung (Spitzenleistung) von insgesamt 24,8 Megawatt in Betrieb gegangen. Sie sollen jährlich etwa 60.000 Megawattstunden Strom erzeugen.

An den Stromerträgen des Windparks werden die Gemeinden der Umgebung entsprechend einer gesetzlichen Regelung beteiligt. Dazu gehören Reinsdorf, Mülsen, Zwickau und Wildenfels. 

Wie hoch diese Ausschüttung ausfällt, hängt von der Stromerzeugung ab, die wiederum vom Wind bestimmt wird. Sachsenenergie rechnet mit einer jährlichen Gemeindebeteiligung (Kommunalabgabe) von 135.000 Euro. Dazu kommt die Gewerbesteuer, die das Unternehmen an Reinsdorf zahlt. 

Die Anwohnerinnen und Anwohner konnten sich außerdem mit verzinsten Darlehen am Windpark beteiligen. Sachsenenergie zufolge haben 117 Menschen dieses Angebot genutzt. 

Derzeit arbeitet das Dresdener Unternehmen daran, den Windpark Reinsdorf/Mülsen um zwei weitere Anlagen des Herstellers Nordex zu erweitern. Sie sollen im Frühjahr 2027 ans Netz gehen. Außerdem wird geprüft, ob der Windpark mit einem Batteriespeicher ergänzt werden kann. Damit könnte der unregelmäßig erzeugte Windstrom zeitweise gespeichert und bedarfsgerecht ins Netz eingespeist werden.

Derzeit betreibt Sachsenenergie insgesamt 33 Windräder an verschiedenen Standorten. Ein weiterer Ausbau ist geplant: Den nächsten eigenen Windpark baut der Energieversorger derzeit in Mannichswalde, einem Ortsteil von Crimmitschau. Hier sollen zum Jahresanfang 2027 vier Nordex-Anlagen mit insgesamt 28 MW in Betrieb gehen.

 

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