Die Fotovoltaik hat die Windkraft als wichtigste Quelle für erneuerbaren Strom in Sachsen abgelöst. Insgesamt wird hier immer noch der meiste Strom aus Braunkohle erzeugt – mit abnehmender Tendenz.
Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in Sachsen ist im Jahr 2024 um acht Prozent auf 7.110 Gigawattstunden gewachsen. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes Stala zur vorläufigen sächsischen Energiebilanz hervor. Die größten Beiträge dazu leisteten die Fotovoltaik mit 2.927 GWh, die Windkraft mit 2.328 GWh und die Biomasse mit 1.556 GWh. Kleinere Strommengen wurden aus Wasserkraft und weiteren erneuerbaren Energien erzeugt. Demnach hat die Fotovoltaik inzwischen die Windkraft als wichtigste Quelle für erneuerbaren Strom in Sachsen abgelöst. Im Jahr 2023 war noch mehr Windstrom als Solarstrom produziert werden. Die Ursache für diese Entwicklung dürfte vor allem darin liegen, dass der Windkraft-Ausbau seit Jahren weitgehend stagniert, während der Solarstrom-Ausbau deutlich besser vorankommt. Wie Stala auf Anfrage mitteilte, lag der Brutto-Stromverbrauch bei 26.135 GWh. Damit lässt sich errechnen, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit 27 Prozent zum Brutto-Stromverbrauch beigetragen hat. Das ist ein relativ niedriger Anteil: Der Bundes-Durchschnitt für das Jahr 2024 lag mit 54 Prozent deutlich höher. Die gesamte sächsische Brutto-Stromerzeugung ging im Jahr 2024 um etwas mehr als ein Prozent auf 33.000 Gigawattstunden zurück. Maßgebend geprägt war sie weiterhin durch die Stromerzeugung aus Braunkohle. Sie nahm um zehn Prozent auf 20.000 GWh ab. Aus Erdgas wurden 4.568 GWh Strom erzeugt. Der gesamte Primärenergie-Verbrauch in Sachsen ging um drei Prozent auf 548 Petajoule weiter zurück, nachdem er schon im Jahr 2023 deutlich gesunken war. Als Grund dafür wird der sinkende Verbrauch von Braunkohle genannt. Beim Endenergie-Verbrauch verzeichnet Stala für 2024 einen weiteren Rückgang in allen Verbrauchssektoren um zwei Prozent auf 347 Petajoule. Dabei sank der Energieverbrauch besonders stark im Luftverkehr.Weniger Braunkohle
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