Preisgünstiger Strom aus vier Windrädern deckt im Leipziger BMW-Werk einen Teil des Strombedarfs und reicht für die künftige Produktion der neuen Elektrofahrzeuge aus. Die Einbindung der schwankenden Ökostrom-Mengen in das Werksnetz war offenbar ganz unkompliziert.

Das  DIW Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin geht davon aus, dass künftige Überschüsse an Solar- und Windstrom weitgehend durch ein flexibles Stromsystem aufgefangen werden können. Seine Annahmen zum künftigen Betrieb von Gaskraftwerken, zum Stromexport und zum Netzausbau beißen sich allerdings mit der aktuellen Situation in der Energiewirtschaft.

Der tschechische Energie- und Industriekonzern EPH hat beim ostdeutschen Bergbauunternehmen Mibrag eine Übernahmepraxis demonstriert, wie sie von kurzfristig orientierten Finanzinvestoren bekannt ist. Zuletzt hat EPH über Mibrag das Braunkohlekraftwerk Buschhaus übernommen, und weitere Übernahmen sind durchaus denkbar.

Der russische Energiekonzern Gasprom und seine deutschen Partner können die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung Opal wegen Auflagen der Europäischen Kommission nur mit der halben Transportleistung nutzen. Die Möglichkeit, diese Beschränkung durch ein Gasfreigabe-Programm in Tschechien aufzuheben, nutzt Gasprom bisher nicht.

Im Projektbündnis Ibi hat sich der eigentlich vorgesehene Investor für einen Synthesegaserzeuger am Chemiestandort Leuna zurückgezogen. Die verbliebenen Partner wollen nun zunächst die übrigen Verfahren der Prozesskette entwickeln, führen aber auch Gespräche mit anderen Herstellern von Synthesegaserzeugern.

Die Leipziger Energiebörse EEX European Energy Exchange will mehr Transparenz in den europaweiten Handel mit Herkunftsnachweisen für Wasser- und Windkraft bringen. Doch die bloße Umetikettierung von Graustrom bleibt bei näherer Betrachtung unglaubwürdig. Sie bringt keinen echten Fortschritt für die Marktintegration von Ökostrom, der in Deutschland physisch erzeugt wird und über Netzengpässe transportiert werden muss.

Zwischen Thüringen und Bayern gibt es einen großen Stromleitungs-Engpass, der den eigentlich notwendigen Transport von Ostdeutschland nach Süddeutschland stark einschränkt. Damit dennoch in ganz Deutschland ein einheitlicher Strombörsen-Preis ermittelt werden kann, nutzen die Übertragungsnetz-Betreiber zunehmend den sogenannten „Redispatch“. Die steigenden Mehrkosten für diesen eigentlich marktfremden Eingriff tragen kleine und mittelgroße Stromkunden.

In Deutschland greifen die Übertragungsnetz-Betreiber zunehmend in den Strommarkt ein, um trotz unterschiedlicher regionaler Marktsituationen künstlich einen einheitlichen Strombörsen-Preis aufrecht zu erhalten. In Nordeuropa ermittelt die Strombörse Nordpool Spot dagegen für viele kleine Marktgebiete situationsgerechte Preise. Doch dieses Modell sei nicht auf Kontinentaleuropa übertragbar, meint die Bundesnetzagentur.

Neue Fertigungsmethoden und Techniken können den Energie- und Materialverbrauch in der Automobil- und Zulieferindustrie deutlich senken. Dabei kann es sinnvoll sein, etablierte Fertigungsprozesse schrittweise zu optimieren. Die größten Einsparungen sind allerdings dann möglich, wenn der Produktionsablauf vollkommen neu durchdacht wird.

Die Betreiber von Braunkohle-Großkraftwerken füllen teilweise die Lücke, die nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken entstanden ist. Da die Bedeutung des heimischen Brennstoffs für die Energiewirtschaft steigt, ist ein näherer Blick auf seine Umweltbelastungen angebracht.

MFH kleinHausbesitzer, die sich für die klimafreundliche Kraftwärme-Kopplung entscheiden, haben zunächst einen größeren Aufwand. Doch wenn es ihnen gelingt, den erzeugten Strom an ihre Mieter zu verkaufen, kann sich die Investition in überschaubarer Zeit auszahlen.

Gasleitungsbau kleinDie deutschen Ferngasleitungs-Netzbetreiber haben 2012 erstmals einen Netzentwicklungsplan vorgelegt, der den notwendigen Ausbau von Leitungen und Verdichterstationen für die nächsten zehn Jahre beschreibt. Die Bundesnetzagentur hat den Plan bereits für verbindlich erklärt, verlangt aber noch mehr Transparenz bei der Darstellung der einzelnen Investitionsprojekte.

Gasprom Zentrale klein Der deutsche Chemiekonzern sichert sich durch ein Tauschgeschäft mit dem russischen Partner einen erweiterten Zugang zu Erdgasvorkommen in Westsibirien. Im Gegenzug soll Gasprom einen direkten Zugang zu deutschen Großkunden für Erdgas erhalten.

Kraftwerk Boxberg kleinIm Neubaublock R des Braunkohlekraftwerks Boxberg musste die Hochleistungs-Stahlsorte T24 teilweise gegen ein herkömmliches Material ausgewechselt werden. Dennoch versichern Kesselbauer und Betreiber, dass der Block die ursprünglich geplanten Leistungswerte erreicht.

Windpark Naumburg kleinIn Brandenburg und Sachsen-Anhalt wird es zunehmend zum Problem, dass die Stromnetze für den Anschluss von Windkraftanlagen ausgebaut werden müssen. Der von ihnen erzeugte Strom wird teilweise in anderen Bundesländern verbraucht, doch die Netzausbau-Kosten bezahlen die Stromkunden des regionalen Netzbetreibers.

Gasuhr kleinDer DVGW Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches will Informationen der Gasfernleitungs-Netzbetreiber bündeln und dabei helfen, Versorgungsengpässe wie im vergangenen Februar zu vermeiden. Dazu beitragen könnten auch eine bessere Kommunikation zwischen den Netzbetreibern, Netzausbau und finanzielle Anreize für regionale Gasspeicher.