Die Südwest-Kuppelleitung wurde gebaut, um den größten innerdeutschen Stromtransport-Engpass zwischen Thüringen und Bayern zu beheben. Planung und Bau haben sich über viele Jahre hingezogen und waren von langwierigen rechtlichen Auseinandersetzungen begleitet.



Die zunehmende Digitalisierung von Produktionsprozessen eröffnet neue Möglichkeiten, den Energieverbrauch von Anlagen zu optimieren und Ökostrom-Überschüsse besser zu nutzen. Wissenschaftler haben schon wieder einen neuen Trend im Blick: Die Anwendung biologischer Prinzipien bei Produktgestaltung und Produktion.



Mit einer teuren Sicherheitsbereitschaft für Braunkohle-Kraftwerke will die Bundesregierung den nationalen Treibhausgas-Ausstoß senken. Weil sie dabei den Marktmechanismus des europäischen Emissionshandels nicht berücksichtigt hat, können nun anderswo mehr Treibhausgase in die Luft gelassen werden.



Der umweltfreundliche chemische Energieträger kann mit überschüssigem Windstrom produziert und über das gut ausgebaute Erdgasnetz transportiert werden. Eine Reihe von Pilotprojekten zeigt, welche Möglichkeiten sich damit eröffnen können und welche Hindernisse es noch gibt. 



Vor fünf Jahren hatte die Politik den Neubau von Biogasanlagen radikal gestoppt, um die „Vermaisung“ der Landwirtschaft aufzuhalten. Dabei wäre es eigentlich auch möglich, die Biogas-Einsatzstoffe naturverträglich von Blumenwiesen und Bienenweiden zu gewinnen.



Wemags Schweriner Batterie-Großspeicher hat sich in den vergangenen zwei Jahren bewährt und wird nun ausgebaut. Inzwischen gibt es weltweit zahlreiche Nachfolgeprojekte.



Der russische Energiekonzern Gazprom und seine europäischen Partner arbeiten an neuen Pipelineprojekten durch die Ostsee und das Schwarze Meer, mit denen mehr russisches Erdgas auf direktem Weg nach Mittel-, West- und Südeuropa transportiert werden könnte. Gegen diese Projekte treten mehrere mittel- und osteuropäische Länder auf und finden Verständnis bei der Europäischen Kommission.



Der russische Energiekonzern Gasprom und seine europäischen Partner wollen die  Ostseepipeline Nord Stream um zwei weitere Röhren ausbauen. Damit das zusätzliche Erdgas von der deutschen Ostseeküste nach Süden und Westen transportiert werden kann, bereitet der  deutsch-russische Ferngasleitungs-Netzbetreiber Gascade Gastransport nun den Bau einer neuen Erdgasleitung vor.



Die russische Regierung hat ein sehr spezielles Vergütungssystem geschaffen, um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien voranzubringen. Nachdem es bisher vor allem den Bau großer Solarparks befördert hat, gibt es nun auch bessere Aussichten für große Windparks.



Der wachsende Strombörsenhandel in der deutsch-österreichischen Preiszone überfordert zunehmend die tatsächlichen Möglichkeiten des Stromtransports und erzeugt unerwünschte Nebenwirkungen in Nachbarländern. Die Regulierungsagentur Acer hat deshalb eine Teilung der Preiszone vorgeschlagen, doch die Energiebörse EEX und Österreich wehren sich dagegen.



Russland hat ein Vergütungssystem für Strom aus erneuerbaren Energien eingeführt, das bisher vor allem den Bau von großen Fotovoltaik-Anlagen ermöglicht. In mehreren Regionen des Landes werden derzeit Solarparks mit Spitzenleistungen von bis zu 25 Megawatt errichtet, noch größere Anlagen sind bereits geplant.



Moderne kohlegefeuerte Großkraftwerke wie in Lippendorf und Lünen erreichen zwar relativ hohe elektrische Wirkungsgrade, doch ihre Gesamt-Wirkungsgrade bleiben begrenzt. Die stadtnahen, ebenfalls kohlegefeuerten Heizkraftwerke in Bautzen und Chemnitz können die Wärme, die bei der Stromerzeugung anfällt, besser nutzen.



Die Energiebörse EEX European Energy Exchange und das DIW Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sprechen sich dafür aus, die einheitliche deutsch-österreichische Strombörsen-Preiszone trotz der damit verbundenen Belastungen zu erhalten. Als Voraussetzung dafür gilt ein ausreichender Ausbau der Stromnetze, doch der ist umstritten.



An einem Kessel des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde erprobt der Energiekonzern Vattenfall derzeit eine neue, gut regelbare Brennertechnik mit Trockenbraunkohle, um die Zünd- und Stützfeuerung zu gewährleisten. Sie soll es ermöglichen, die Mindestlast eines Kraftwerksblocks weiter abzusenken, damit mehr Strom aus erneuerbaren Energien in das Übertragungsnetz eingespeist werden kann.



Die schnell wachsende dezentrale Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zwingt die Betreiber von Hochspannungsnetzen in Sachsen-Anhalt und in anderen ostdeutschen Regionen zu hohen Investitionen. Sie werden von den Netzeigentümern vorfinanziert, doch die endgültige Rechnung bezahlen die regionalen Stromkunden über ihre Netzentgelte.



Die SWL Stadtwerke Leipzig haben ihr Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk in den vergangenen vier Jahren in zwei Schritten gründlich modernisiert. Um die Anlage weiterhin für die Wärmeversorgung nutzen und mehr lukrative Regelenergie produzieren zu können, investierten sie insgesamt 40 Millionen Euro.