Polen

  • Deutscher Windstrom fließt zunehmend unkontrolliert in die tschechischen und polnischen Übertragungsnetze und gefährdet dort die Netzstabilität. Um die grenzüberschreitenden Stromflüsse besser kontrollieren zu können, rüsten die Netzbetreiber ihre Umspannwerke nun mit Phasenschieber-Transformatoren aus.

  • Stromtrassen bei Hartmannsdorf klein

    Ostdeutscher Überschuss-Strom fließt bisher weitgehend ungeplant durch die polnischen und tschechischen Übertragungsnetze nach Süddeutschland. Die beteiligten Übertragungsnetz-Betreiber greifen nun zu technischen Maßnahmen, um mehr planbare Stromtransporte zu ermöglichen.

    
  • Polen arbeitet an Ökostrom-Einspeisegesetz

    Das polnische Parlament beschließt wahrscheinlich demnächst ein Gesetz für die Einspeisevergütung von Ökostrom, das neue Impulse für den Ausbau erneuerbarer Energien geben kann. Das Nachbarland will ihren Anteil an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2018 verdoppeln.

  • Der zentrale polnische Netzknotenpunkt Gustorzyn ist für den Anschluss von zwei neuen Ferngasleitungen erweitert worden. Der nationale Netzbetreiber Gas-System will bis 2018 insgesamt 2.000 Kilometer Ferngasleitungen verlegen.

  • Derzeit wird Strom aus erneuerbaren Energien in Polen über ein Zertifikate-System vergütet, das Großunternehmen begünstigt. Ein neues Gesetz soll nun die Bedingungen für Mikro- und Kleinanlagen deutlich verbessern.

  • Bei der deutsch-polnischen Grenzstadt Guben/Gubin will der polnische Energiekonzern PGE einen neuen Braunkohle-Tagebau erschließen und ein Großkraftwerk bauen. Für dieses Projekt läuft derzeit die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeits-Prüfung.

  • Bisher wurde Strom aus erneuerbaren Energien in unserem östlichen Nachbarland über ein begrenzt wirksames Zertifikatesystem gefördert. Nun sollen die Einspeisevergütungen überwiegend durch jährliche Auktionen ermittelt werden, nur für Mikroanlagen gelten feste Sätze.

  • Eine neue, grenzüberschreitende Pipeline soll es Litauen ermöglichen, Erdgas über das polnische Ferngasleitungs-Netz zu beziehen. Die beteiligten Netzbetreiber wollen dieses Projekt zu einem großen Teil mit Fördergeldern der Europäischen Union finanzieren.

  • Polen will eine eigene Atomwirtschaft aufbauen

    Das polnische Wirtschaftsministerium erwartet bis 2030 einen stark wachsenden Strombedarf und hält den Neubau von Reaktorblöcken für notwendig. Dafür sind derzeit vier Kraftwerks-Standorte in der engeren Wahl. 16/11/2011

  • Greenpeace Deutschland warnt vor den Folgen eines möglichen schweren Unfalls in einem geplanten polnischen Atomkraftwerk. Der folgende radioaktive Niederschlag könnte weite Gebiete nicht nur in Polen unbewohnbar machen, sondern auch in Nachbarländern wie Deutschland.

  • Polens Entscheidung über eine atomare Zukunft

    Das polnische Wirtschaftsministerium strebt den Aufbau einer eigenen Kernenergie-Wirtschaft an. Das Programm dafür soll in einem halben Jahr verabschiedet werden.

  • Die Ökostrom-Tochtergesellschaft des RWE-Konzerns baut neue Windkraftanlagen bei Gdansk und Poznan. Durch die weit fortgeschrittene Parlamentsarbeit am ersten polnischen Ökostrom-Einspeisegesetz gibt es bis Jahresende ausreichend Investitionssicherheit.

  • Das Tochterunternehmen des RWE-Konzerns betreibt inzwischen sechs polnische Festland-Windparks. Große Windkraft-Projekte im Land verfolgen auch andere ausländische Unternehmen, einheimische Kraftwerksbetreiber kaufen sich mitunter ein.

  • Der deutsche Energiekonzern nutzt den Umkehrbetrieb einer ukrainisch-polnischen Ferngasverbindung, um die ukrainische Gasgesellschaft Naftogas mit Erdgas zu versorgen. Wenn auch ein Umkehrbetrieb an der slowakischen Grenze möglich wird, will RWE die Liefermengen deutlich erhöhen.

  • Sächsische Bedenken gegen Polens Kernenergie-Einstieg

    Umweltminister Frank Kupfer hält es für notwendig, dass das Nachbarland sein Kernenergie-Programm anhand der Reaktorkatastrophe von Fukushima überprüft. Die bisher vorgelegten Dokumente gehen darauf noch nicht ein. 04/01/2012

  • Um die Ostseegemeinde Darlowo werden neun Windparks mit einer Spitzenleistung von insgesamt 250 Megawatt gebaut. General Electric hatte bereits die Anlagen für drei  Windparks geliefert und kommt nun auch bei den nächsten vier Standorten zum Zug. 21/05/2012

  • Der deutsche Technikkonzern errichtet in der westpolnischen Stadt Gorzów Wielkopolski ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk, das mit Erdgas aus regionalen Quellen befeuert wird. Es ersetzt ein altes Kohlekraftwerk und senkt den Schadstoff-Ausstoß sehr deutlich. 

  • Der deutsche Technikkonzern hat in das östliche Nachbarland bereits 65 Windräder der 2,3-Megawatt-Klasse geliefert. Nun kommen 29 weitere Anlagen hinzu, die für leichte und moderate Windstärken ausgelegt sind.

  • In der Ukraine wird erstmals das Kioto-Instrument Joint Implementation für ein Energiespar-Projekt genutzt. Auf mehr Energieeffizienz, die verstärkte Nutzung einheimischer Energieträger und neue Importprojekte setzen auch andere ost- und mitteleuropäische Länder. 05/2007

  • Siemens liefert die Dampfturbine und die zugehörige Technik für das Steinkohle-Großkraftwerk Jaworzno III in Polen. Das neue Kraftwerk soll Altanlagen des Energieversorgers Tauron ersetzen und so den Kohlendioxid-Ausstoß um ein Viertel senken.