Der Dresdner Modulhersteller hat eine Megawatt-Anlage für den Chemnitzer Energieversorger Eins Energie errichtet. Der Solarpark auf dem Flugplatz Kamenz wird deutlich größer. 26/09/2011


In Kamenz bei Dresden lässt der lokale Energieversorger Ewag derzeit eine Fotovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von 9 Megawatt errichten. In die Anlage, die jährlich 9 Mio. Kilowattstunden Strom liefern soll, investiert Ewag 18,5 Mio. Euro. Das Solarkraftwerk entsteht auf einer Fläche von reichlich 18 Hektar auf dem Gelände des Verkehrs-Landeplatzes Kamenz, zwischen einer Ringrollbahn und einem Verbindungsweg. Gebaut wird es vom Dresdner Generalunternehmer Solarwatt, der auch die verwendeten monokristallinen Fotovoltaik-Module mit 15 Prozent Wirkungsgrad herstellt. Die Fertigstellung der Anlage ist für November geplant.

 

Ende August hat Solarwatt bereits in Chemnitz ein Solarkraftwerk mit 1,3 MW Spitzenleistung an den dortigen Energieversorger Eins Energie übergeben. Seit Mitte Juli hatte das Dresdner Unternehmen auf dem Gelände eines Heizkraftwerks 145 sogenannte Fotovoltaik-Tische errichtet, die jeweils aus 24 Modulen bestehen. Geplant worden war das Projekt von der Eins-Tochter Elicon, die Arbeiten führten die beiden Chemnitzer Firmen Solaraflex und Kindermann Elektro aus. Die Fotovoltaikanlage speist nun den erzeugten Strom in das Netz der Netzgesellschaft Chemnitz ein.


Eins hat in die Fotovoltaikanlage 2,5 Mio. Euro investiert. Das Unternehmen kündigte an, bis zum Jahr 2020 insgesamt 200 Mio. Euro in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren und die derzeitige Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mehr als zu verzehnfachen. Bis zum Jahr 2030 soll es sogar das Zwanzigfache sein.


Der Chemnitzer Energieversorger betreibt mit der neuen Anlage insgesamt neun Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 3 MW im Stadtgebiet. Hinzu kommen vier Windkraftanlagen auf dem Chemnitzer Galgenberg mit insgesamt 8 MW.


Die Solarwatt-Module haben zuletzt vom VDE-Institut die Zertifizierung „Made in Europe“ für den italienischen Markt erhalten. Damit können  Anlagenbetreiber in Italien, die Solarmodule des Dresdner Herstellers einsetzen, eine um zehn Prozent höhere Einspeisevergütung beanspruchen. Für die Zertifizierung muss nachgewiesen werden, dass die Wertschöpfung bei der Produktion der Module zu 60% in der Europäischen Union erfolgt.



Lesen Sie auch:

Große Pläne für den Solarpark Lieberose


Q-Cells will die Solarkrise als Systemanbieter überwinden


Militärflughäfen werden zu Solarkraftwerken