GE General Electric und Prowind bauen im Nordosten des Landes vier Windparks mit insgesamt 300 Megawatt Spitzenleistung. Ein noch größeres Windkraft-Projekt setzt der tschechische Stromkonzern CEZ mit GE-Anlagen in der Region Constanta um. 12/08/2011



Der US-amerikanische Technologiekonzern GE General Electric und der deutsche Windpark-Entwickler Prowind können im Nordosten Rumäniens vier Windparks mit insgesamt 300 Megawatt Spitzenleistung bauen. Anfang August haben die beiden Partner dazu einen Netzanschluss-Vertrag mit dem rumänischen Stromnetz-Betreiber Transelectrica geschlossen. Die Windparks wurden vom rumänischen Windprojekt-Entwickler Windelcon in der Hügellandschaft des Landkreises Vaslui geplant.

Für die vier Windparks liefert GE insgesamt 120 Windräder mit je 2,5 Megawatt Spitzenleistung. Die ersten Lieferungen kündigte der Technologiekonzern für die zweite Jahreshälfte 2012 an. Nach seinen Angaben hat sich Rumänien das Ziel gestellt, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2020 auf 24 Prozent zu steigern. Die Windverhältnisse im Land zählen GE zufolge zu den besten in Europa.

GE ist mit seinen Anlagen bereits an den Windparks Fantanele und Cogealac mit zusammen 600 MW beteiligt, die der tschechische Stromkonzern CEZ für insgesamt eine Milliarde Euro in der rumänischen Region Constanta am Schwarzen Meer errichtet. Dort werden 240 Windräder von GE mit je 2,5 MW eingesetzt. Der Windpark Fantanele ist nach CEZ-Angaben inzwischen in Betrieb. Cogealac soll noch 2011 ans Netz gehen. Die beiden Windparks zusammen gelten als das derzeit größte Windenergieprojekt in Europa.

Bisher hat GE knapp 500 Windräder seiner 2,5 MW-Inlandsserie ausgeliefert, vorwiegend für  europäische Windkraftprojekte in Rumänien, Frankreich, Niederlande, Türkei, Deutschland, Belgien, Spanien, Italien und Polen. Zuletzt hatte GE im Juli mit den estnischen Energiekonzernen Eesti Energia und Nelja Energia vereinbart, 18 Windräder dieser Serie für den Windpark Paldiski auf der Parki-Halbinsel im Nordwesten Estlands zu liefern. Dieser Windpark soll 2012 in Betrieb gehen.

Die Windräder der 2,5 MW-Serie sind eine Fortentwicklung der 1,5 MW- Windenergie-Anlage, die GE zufolge mit fast 16.500 installierten Einheiten die weltweit meistverbreitete Anlage der 1-Megawatt-Klasse ist. Ein Großteil der 2,5 MW-Anlagen für europäische Projekte wird am deutschen Standort Salzbergen in Niedersachsen hergestellt.



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