Die SWH Stadtwerke Halle bauen ihre Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aus. Auf einer Klimaschutz-Konferenz von Partnerstädten stellte das Unternehmen neue Projekte für Solarstrom, Wasserkraft und Bioenergie vor. 05/05/2011


Im vergangenen Jahr hatte SWH auf eigenen Gebäuden mehrere Fotovoltaik-Anlagen mit insgesamt 500 Kilowatt Spitzenleistung in Betrieb genommen. Die Investition von 1 Million Euro wurde teilweise durch einen Fonds der örtlichen Sparkasse aufgebracht, an dem sich die Bürger der Stadt rege beteiligten. „Wir hatten die Anlage innerhalb weniger Wochen finanziert“, berichtete Geschäftsführer Matthias Krause am 4. Mai auf der Klimaschutz-Konferenz in Halle. Im laufenden Jahr sollen weitere Solarstrom-Anlagen mit 240 kW installiert werden.

Außerdem bereitet SWH derzeit den Bau zweier Wasserkraftwerke an der Saale mit insgesamt 1,3 Megawatt Leistung vor. Sie sollen bis 2013 in Betrieb gehen. Auf der Mülldeponie Halle-Lochau sollen künftig Blockheizkraftwerke mit Deponiegas betrieben werden. Ein ähnliches Projekt gibt es bereits im Klärwerk Nord, wo Methangas aus der Schlammfaulung zur Strom- und Wärmeproduktion dient.

Gemeinsam mit dem Deutschen Biomasse-Forschungszentrum in Leipzig arbeitet das Unternehmen derzeit auch an einem Projekt für die hydrothermale Karbonisierung von Biomasse. Dabei soll städtischer Grün- und Baumschnitt zunächst zu Biokohle verarbeitet werden, die dann als Brennstoff zur Strom- und Wärmeproduktion dient.

Mit diesen Projekten will SWH seine eigene Kraftwerksleistung bei erneuerbaren Energien mittelfristig auf 12 bis 15 MW ausbauen. Krause hält es auch für möglich, dass sich das Unternehmen finanziell an Windparks und Biogasanlagen außerhalb der Stadt beteiligt.

Die erste Stadtwerke-Konferenz „Kommunaler Klimaschutz – Zukunftsfähige Energieversorgung“ wurde von SWH organisiert. Bis zum 6. Mai präsentieren hier Vertreter aus den weltweiten Partnerstädten Halles ihre Erfahrungen bei der Einsparung von Energie und Treibhausgas-Emissionen auf lokaler Ebene.



Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie hier.




Lesen Sie auch:

Reger Ausbau bei Biogas-Kraftwerken


Ökostrom wird ohne Umweg billiger


Mit Energie ohne Feuer