Der US-amerikanische Technologiekonzern GE General Electric liefert drei Windturbinen an den polnischen Windpark-Entwickler KSM Energia. Sie verfügen über eine elektrische Leistung von jeweils 2,5 Megawatt. 26/04/2011



Die Turbinen sollen in einem Windpark in der  westpolnischen Stadt Krzecin eingesetzt werden und gegen Jahresende in Betrieb gehen. GE erbringt zehn Jahre lang den technischen Service. Bisher hat der Konzern 400 Windturbinen seiner Serie mit 2,5 MW  ausgeliefert, die vorrangig in Europa aufgestellt worden sind. Von der Vorgänger-Serie mit 1,5 MW wurden weltweit knapp 16.000 Stück verkauft.

In Polen waren 2010 nach Angaben der Polnischen Windenergie-Assoziation PSEW (Polskie Stowaryszenie Energetyki Wiatrowej) Windkraftanlagen mit 1.181 MW Leistung installiert. Das ist mehr als zehnmal so viel wie noch 2005 und übertrifft inzwischen die Gesamtleistung der Wasserkraftwerke. Allerdings verläuft die Entwicklung immer noch in kleinen Schritten: Im vergangenen Jahr produzierten die Windräder 1.485 Gigawattstunden Strom und deckten damit knapp ein Prozent des landesweiten Verbrauchs.

Insgesamt trugen erneuerbare Energien nach Berechnungen der PSEW mit 6 Prozent zum Brutto-Stromverbrauch bei. Die Assoziation verweist darauf, dass Polen damit hinter seinem Ziel von 7,5 Prozent zurückbleibt. Dazu hatte sich das Land vor seinem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 verpflichtet. Bis 2020 sollen die Erneuerbaren einen Anteil von 19 Prozent erreichen. Nach Ansicht der PSEW kann ihre Entwicklung aber auch zum Stillstand kommen, wenn sich die Regierung nicht stärker dafür einsetzt.

Als derzeit größtes Windenergie-Projekt des Landes gilt der Windpark Margonin im Nordwesten. Dort hat der portugiesische Windpark-Entwickler EDP Renovaveis 60 Windturbinen des spanischen Herstellers Gamesa aufgestellt, die insgesamt 120 MW leisten. Auch der deutsche Windkraft-Spezialist Enertrag ist in Polen aktiv und will hier 20 Windfarmen mit insgesamt 750 MW entwickeln.


Einen ausfuehrlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie hier.




 




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