toplogo01Als Leipziger Wirtschaftsjournalist schreibe ich überwiegend über Energiethemen für Zeitungen, Zeitschriften und Internetportale. Dabei suche ich gern Verbindungen zu anderen Branchen sowie innerhalb Mittel- und Osteuropas. Besonders spannend finde ich, wie sich der Übergang von der bisher etablierten Energieversorgung zum Zeitalter der erneuerbaren Energien gestalten lässt.
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Solarstrom-Pavillon auf dem Potsdamer Campus Drucken

Die neue Begegnungsstätte der Fachhochschule Potsdam hat eine Fassade aus vier Meter hohen, maßgefertigten Dünnschicht-Solarmodulen erhalten. Sie wurden vom Frankfurter Hersteller Odersun geliefert, der sich auf die gebäudeintegrierte Fotovoltaik spezialisiert hat. 13/02/2012



40 maßgefertigte Fotovoltaik-Module bilden die teilweise offene Fassade der neuen Begegnungsstätte auf dem Potsdamer Campus. Foto: schnepp-renou



Die Fachhochschule Potsdam hat auf ihrem Campus einen Solarstrom-Pavillon errichtet. Der 35 Meter lange und sieben Meter breite Raum soll für Begegnungen, Ideengewinnung und Präsentationen genutzt werden. Die Gebäudehülle der offenen Betonkonstruktion hat das Berliner Architektenbüro Ortner und Ortner Baukunst mit 40 maßgefertigten Fotovoltaik-Modulen von Odersun gestaltet. Die fast vier Meter hohen und einen Meter breiten Module, die speziell für dieses Projekt aus 25 Millimeter dickem, bruchsicherem Sicherheitsglas angefertigt wurden, umfassen das gesamte Gebäude. Die Zwischenräume zwischen den Modulen sind entlang der Längsseiten des Pavillons zu einem Teil verglast. Der Rest der Fassade bleibt offen. Die Modulrahmen sind so gestaltet, dass jederzeit weitere Zwischenräume durch eingehängte Scheiben verschlossen werden können.

Die Spitzenleistung je Modul gibt Odersun mit 195 Watt und den Wirkungsgrad mit durchschnittlich 5,5 Prozent an. Der von ihnen erzeugte Strom wird in das lokale Netz eingespeist. Die Module selbst hat der Hersteller aus seinen Dünnschicht-Solarzellen auf Kupferbasis gefertigt. Die anthrazitfarbene, fotoaktive Außenseite der Module produziert den Solarstrom. Die kupferfarbene Rückseite, die das Grundmaterial der Halbleiter sichtbar werden lässt, soll vor allem im Morgen- und Abendlicht ihre farbliche Wirkung entfalten.

Odersun entwickelt und produziert maßgefertigte Solarmodule mit einer speziellen CIS-Dünnschicht-Technologie. CIS steht für Kupfer, Indium und Schwefel (Englisch: Copper, Indium, Sulfur), die wichtigsten Bestandteile des Halbleiters. Das in Frankfurt/Oder ansässige Unternehmen hat sich auf maßgefertigte Fotovoltaik-Module für Architektur-Anwendungen spezialisiert, die sogenannte gebäudeintegrierte Fotovoltaik. Die Module ersetzen dabei andere Bauelemente.



Einen ausfuehrlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie hier.




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